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Back- & Schutzhandschuhe

Back- & Schutzhandschuhe

Heiße Backbleche aus dem Ofen nehmen, GN-Behälter am Kombidämpfer handhaben oder Lebensmittel mit scharfen Werkzeugen vorbereiten: In professionellen Küchen können Hände bei sehr unterschiedlichen Arbeiten besonderen Belastungen ausgesetzt sein. Back- und Schutzhandschuhe sind deshalb je nach Ausführung auf unterschiedliche Schutzaufgaben spezialisiert.
Zur Kategorie gehören insbesondere Ofenhandschuhe, Backhandschuhe, Hitzeschutzhandschuhe, Thermohandschuhe, Grillhandschuhe und Schnittschutzhandschuhe. Während Hitzeschutzhandschuhe für entsprechend thermisch belastete Arbeiten vorgesehen sind, kommen Schnittschutzhandschuhe bei geeigneten Tätigkeiten mit scharfen Werkzeugen oder Kanten zum Einsatz.
Für die Auswahl ist deshalb zunächst die Art der Gefährdung entscheidend. Erst danach sollten Material, Schutzleistung, Größe, Passform, Länge und Pflegeeigenschaften miteinander verglichen werden.

Welche Back- und Schutzhandschuhe gibt es?

Die wichtigste Unterscheidung betrifft den vorgesehenen Schutzbereich.
AusführungEinsatzbereichBesonders beachten
Ofenhandschuheheiße Bleche, Formen und Kochgeschirrthermische Schutzeigenschaften, Länge, Griff
BackhandschuheBackofen und BackstubeSchutzwirkung, Schaftlänge, Handhabung
Hitzeschutzhandschuhethermisch belastete Arbeitenausgewiesene Schutzleistung, Material, Passform
Thermohandschuheje nach Produktausführung thermische Anwendungenkonkrete Produktangaben
Grillhandschuheentsprechend vorgesehene Arbeiten am GrillSchutzwirkung, Schaft, Griff
SchnittschutzhandsArbeiten mit entsprechenden scharfen Werkzeugen oder Kantenausgewiesener Schnittschutz, Passform, Beweglichkeit
Ein Handschuh sollte immer entsprechend seiner ausgewiesenen Schutzfunktion ausgewählt werden. Ein Hitzeschutzhandschuh bietet nicht automatisch einen geeigneten Schnittschutz und ein Schnittschutzhandschuh ist nicht allein aufgrund seiner Schutzwirkung gegen scharfe Gegenstände für thermisch belastete Arbeiten geeignet.

Hitzeschutzhandschuhe für Gastronomie und Großküche

Hitzeschutzhandschuhe sind für Arbeitsbereiche vorgesehen, in denen heiße Gegenstände gehandhabt werden. Dazu können je nach Arbeitsplatz beispielsweise Backbleche, Formen, Roste, Kochgeschirr oder GN-Behälter gehören.
Für die Auswahl spielen insbesondere folgende Punkte eine Rolle:
  • ausgewiesene thermische Schutzeigenschaften
  • Materialaufbau
  • Handschuhlänge
  • Schaftlänge
  • Griffoberfläche
  • Passform
  • vorgesehene Anwendung
  • Reinigung und Pflege
Aus der Bezeichnung oder dem Material allein sollte nicht auf eine bestimmte Temperaturbeständigkeit geschlossen werden. Für die konkrete Verwendung sind die Angaben des jeweiligen Produkts maßgeblich.

Ofen- und Backhandschuhe

Ofen- und Backhandschuhe sind besonders für Arbeitsabläufe rund um Backöfen und andere entsprechend heiße Arbeitsmittel interessant.
Beim Entnehmen und Umsetzen heißer Bleche oder Formen sollten die Handschuhe zur konkreten Tätigkeit passen. Relevant sind dabei nicht nur die thermischen Eigenschaften. Auch Griffverhalten und Beweglichkeit beeinflussen die Handhabung.
Werden regelmäßig die gleichen Bleche, Backformen oder Roste genutzt, kann die Handschuhauswahl gezielt auf diese Arbeitssituation abgestimmt werden.

Lange Hitzeschutzhandschuhe zum Schutz des Unterarms

Ausführungen mit verlängertem Schaft können neben Hand und Handgelenk einen größeren Bereich in Richtung Unterarm abdecken.
Das kann beispielsweise bei entsprechend ausgelegten Arbeiten an tiefen Öfen oder anderen Wärmegeräten relevant sein.
Die Auswahl sollte dennoch nicht nach dem Prinzip „je länger, desto besser“ erfolgen. Entscheidend sind Beweglichkeit, Arbeitsplatz und tatsächlich benötigter Schutzbereich.

Schnittschutzhandschuhe für die professionelle Küche

Neben thermischen Risiken können bei der Lebensmittelvorbereitung Arbeiten mit Messern, Schneidwerkzeugen oder scharfen Kanten auftreten.
Schnittschutzhandschuhe sind für entsprechende Tätigkeiten vorgesehen und bilden deshalb einen eigenen Bereich innerhalb der Kategorie Back- & Schutzhandschuhe.
Besonders wichtig sind dabei:
  • ausgewiesene Schnittschutzeigenschaften
  • geeignete Größe
  • Passform
  • Beweglichkeit der Finger
  • Griffverhalten
  • Material
  • Reinigungs- und Pflegeeigenschaften
  • Eignung für den vorgesehenen Arbeitsgang
Die Schutzwirkung sollte immer anhand der technischen Angaben des konkreten Handschuhs beurteilt werden.

Schnittschutzhandschuhe für Arbeiten mit Messern

Bei regelmäßigen Schneidarbeiten ist eine kontrollierte Führung des verwendeten Werkzeugs wichtig. Ein dafür vorgesehener Schnittschutzhandschuh sollte deshalb Schutzwirkung und praktikable Handhabung miteinander verbinden.
Typische Auswahlfragen sind:
  1. Für welche konkrete Schneidarbeit wird der Handschuh benötigt?
  2. Welche Schutzangaben besitzt das Modell?
  3. Welche Hand beziehungsweise welche Hände benötigen Schutz?
  4. Welche Größe wird benötigt?
  5. Wie beweglich bleiben Finger und Hand?
  6. Wie lässt sich das Produkt reinigen?
Ob ein konkreter Handschuh für die vorgesehene Tätigkeit geeignet ist, sollte anhand seiner Produktangaben geprüft werden.

Schnittschutz bei anderen scharfkantigen Arbeitsmitteln

Schnittgefährdungen entstehen nicht ausschließlich bei klassischen Messern. Je nach Arbeitsplatz können auch andere scharfe beziehungsweise scharfkantige Arbeitsmittel relevant sein.
Die Handschuhauswahl sollte deshalb nicht nur anhand der Bezeichnung des Werkzeugs erfolgen. Maßgeblich ist die konkrete Tätigkeit und die dafür vorgesehene Schutzwirkung des Handschuhs.
Für unterschiedliche Arbeitsbereiche können entsprechend unterschiedliche Schutzhandschuhe erforderlich sein.

Hitzeschutz und Schnittschutz nicht gleichsetzen

Diese Abgrenzung ist für die Kategorie besonders wichtig:
Hitzeschutzhandschuhe werden entsprechend ihrer Produktauslegung bei thermischen Belastungen eingesetzt.
Schnittschutzhandschuhe werden entsprechend ihrer Produktauslegung zum Schutz bei Schnittgefährdungen eingesetzt.
Ein bestimmtes Modell sollte nur für die Schutzbereiche verwendet werden, für die es laut Produktinformationen vorgesehen ist.
Besitzt ein Produkt mehrere ausgewiesene Schutzfunktionen, müssen die Angaben für jeden relevanten Schutzbereich separat berücksichtigt werden.

Fingerhandschuhe oder Fäustlinge?

Bei thermischen Schutzhandschuhen können sowohl Fingerhandschuhe als auch Fäustlinge angeboten werden.
Fingerhandschuhe ermöglichen eine getrennte Bewegung der einzelnen Finger. Fäustlinge besitzen dagegen eine andere konstruktive Aufteilung.
Bei Schnittschutzanwendungen spielt die Beweglichkeit einzelner Finger häufig eine besonders wichtige Rolle für die Handhabung von Arbeitsmitteln. Entscheidend bleiben aber auch hier die konkrete Tätigkeit und die dafür ausgewiesene Produkteignung.

Materialien von Back- und Schutzhandschuhen

Die verwendeten Materialien unterscheiden sich je nach Schutzaufgabe und Produktausführung.
Bei Hitzeschutzhandschuhen können beispielsweise Silikon, textile Isoliermaterialien oder Aramidfasern beziehungsweise entsprechende Materialkombinationen zum Einsatz kommen.
Schnittschutzhandschuhe können wiederum eine andere Materialkonstruktion besitzen, die auf den vorgesehenen mechanischen Schutz ausgerichtet ist.
Für den Einkauf sollte deshalb nicht nach einem vermeintlich grundsätzlich „besten“ Material gesucht werden. Sinnvoller ist:
Gefährdung → benötigte Schutzwirkung → geeignete Produktausführung → Passform und Handhabung → Reinigung

Passform und Größe berücksichtigen

Schutzeigenschaften allein reichen für die praktische Produktauswahl nicht aus. Der Handschuh muss auch zum vorgesehenen Arbeitsprozess passen.
Relevant sind beispielsweise:
  • Handgröße
  • Fingerbeweglichkeit
  • benötigtes Tast- beziehungsweise Griffgefühl
  • Länge des Handschuhs
  • Schaftausführung
  • zu handhabende Werkzeuge oder Gegenstände
Besonders bei Schnittarbeiten kann eine unpassende Größe die kontrollierte Handhabung erschweren.

Griffoberflächen bei Hitzeschutzhandschuhen

Beim Bewegen heißer Bleche, GN-Behälter oder anderen Kochgeschirrs spielt die Handhabung eine wichtige Rolle.
Abhängig vom Modell können unterschiedliche Griffoberflächen vorhanden sein. Vor dem Kauf sollte deshalb berücksichtigt werden, welche Gegenstände regelmäßig aufgenommen oder umgesetzt werden.
Die Konstruktion sollte dabei stets gemeinsam mit der tatsächlich ausgewiesenen Schutzwirkung des Produkts beurteilt werden.

Back- & Schutzhandschuhe für Bäckereien und Konditoreien

In Backstuben können verschiedene Schutzanforderungen zusammentreffen.
Beim Arbeiten an Backöfen stehen thermische Belastungen im Vordergrund. Bei anderen Vorbereitungs- oder Schneidarbeiten können dagegen mechanische Gefährdungen relevant werden.
Eine sinnvolle Organisation besteht deshalb darin, Schutzhandschuhe klar nach Arbeitsbereich und Schutzfunktion zu unterscheiden. Dadurch wird vermieden, dass ein Handschuh für eine Aufgabe eingesetzt wird, für die er nicht vorgesehen ist.

Schutzhandschuhe für Großküchen und Kantinen

In größeren Küchen können Schutzanforderungen an mehreren Arbeitsstationen auftreten:
  • Vorbereitung und Schneidarbeiten
  • Kochstation
  • Backbereich
  • Kombidämpfer
  • Grill
  • Umgang mit heißen Behältern
Statt eine Handschuhart für möglichst viele Aufgaben einzuplanen, sollten die Anforderungen der jeweiligen Arbeitsstation betrachtet werden.
Das erleichtert gleichzeitig eine klare Zuordnung der unterschiedlichen Schutzhandschuhe im Betrieb.

Back- & Schutzhandschuhe im Catering

Auch in Cateringbetrieben können thermische und mechanische Schutzanforderungen nebeneinander auftreten.
Bei mobilen Koch- oder Warmhalteprozessen können Hitzeschutzhandschuhe benötigt werden, während für entsprechende Vorbereitungs- und Schneidarbeiten Schnittschutzhandschuhe infrage kommen.
Neben der eigentlichen Schutzwirkung sind dabei Aufbewahrung, Transport und Reinigung der verschiedenen Handschuhe zu berücksichtigen.

Abgrenzung zu Einweghandschuhen und Reinigungshandschuhen

Nicht jede Art von Handschuh gehört in diese Kategorie.
Nicht vorgesehen sind insbesondere:
  • Einweghandschuhe, deren Hauptzweck die Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln ist
  • Reinigungshandschuhe, deren primärer Zweck der Schutz bei Reinigungsarbeiten ist
  • sonstige Spezialhandschuhe, deren Hauptschutzfunktion weder Hitze- noch Schnittschutz betrifft
Die Kategorie Back- & Schutzhandschuhe konzentriert sich damit auf professionelle Handschuhe für thermische Belastungen sowie Schnittgefährdungen im entsprechenden Küchen- und Verarbeitungsumfeld.

Reinigung und Pflege

Wiederverwendbare Schutzhandschuhe sollten entsprechend den produktspezifischen Pflegeinformationen gereinigt werden.
Zu prüfen sind beispielsweise:
  • vorgesehene Reinigungsmethode
  • Waschbarkeit
  • Trocknung
  • Materialpflege
  • Aufbewahrung
Gerade unterschiedliche Materialkonstruktionen können verschiedene Pflegeanforderungen besitzen. Eine allgemeine Reinigungsanweisung für sämtliche Back-, Hitze- und Schnittschutzhandschuhe ist deshalb nicht sinnvoll.

Zustand regelmäßig berücksichtigen

Bei Schutzhandschuhen sollte der Zustand des Produkts regelmäßig im Arbeitsalltag berücksichtigt werden.
Beschädigungen, starke Abnutzung oder auffällige Materialveränderungen können Anlass sein, die weitere Verwendung zu überprüfen. Für verbindliche Vorgaben zu Einsatz und Austausch sind die Herstellerinformationen sowie die für den jeweiligen Arbeitsplatz geltenden betrieblichen Vorgaben maßgeblich.

Kaufcheck: Back- & Schutzhandschuhe auswählen

Vor der Bestellung helfen diese Fragen:
  1. Besteht hauptsächlich eine Hitze- oder Schnittgefährdung?
  2. Für welchen konkreten Arbeitsgang wird der Handschuh benötigt?
  3. Welche Schutzwirkung weist das Produkt aus?
  4. Welche Größe und Passform werden benötigt?
  5. Welche Beweglichkeit ist für die Tätigkeit erforderlich?
  6. Wie lang sollte der Handschuh beziehungsweise Schaft sein?
  7. Welche Gegenstände oder Werkzeuge werden damit gehandhabt?
  8. Welche Griffoberfläche besitzt das Produkt?
  9. Wie wird der Handschuh gereinigt und gepflegt?
  10. Ist das Modell ausdrücklich für die vorgesehene Anwendung geeignet?

Das richtet sich nach der jeweiligen Tätigkeit. Für thermisch belastete Arbeitsgänge kommen entsprechend ausgelegte Hitze-, Ofen- oder Backhandschuhe infrage. Bei Arbeiten mit Schnittgefährdung werden dafür vorgesehene Schnittschutzhandschuhe benötigt.

Sie sind auf unterschiedliche Gefährdungen ausgelegt. Hitzeschutzhandschuhe schützen entsprechend ihrer Produktauslegung bei thermischer Belastung, Schnittschutzhandschuhe bei den dafür vorgesehenen mechanischen Schnittgefährdungen.

Das sollte nicht vorausgesetzt werden. Ein Handschuh bietet nur die Schutzfunktionen, die für das konkrete Produkt ausgewiesen sind. Werden mehrere Schutzfunktionen benötigt, müssen die Produktangaben entsprechend geprüft werden.

Hier kommen entsprechend ausgewiesene Schnittschutzhandschuhe infrage. Entscheidend sind die konkrete Tätigkeit, die Schutzangaben des Produkts, Passform und Beweglichkeit.

Für thermisch belastete Arbeiten sollte ein entsprechend ausgewiesener Hitzeschutzhandschuh gewählt werden. Die konkrete Schutzwirkung, Länge, Passform und Griffgestaltung müssen zur Tätigkeit passen.

Bei Ofenarbeiten können entsprechend geeignete Back- und Hitzeschutzhandschuhe benötigt werden. Für Tätigkeiten mit Schnittgefährdungen kommen separat dafür ausgelegte Schnittschutzhandschuhe infrage.

Nicht grundsätzlich. Ein langer Schaft kann einen größeren Bereich in Richtung Unterarm abdecken. Benötigte Länge und Schutzwirkung richten sich nach der konkreten Tätigkeit.

Nein. Einweghandschuhe mit primär hygienischer Funktion sollten separat geführt werden.

Das hängt von Material und Produktausführung ab. Die vorgesehene Reinigungsmethode sollte den jeweiligen Hersteller- und Pflegeangaben entnommen werden.

Ausgangspunkt ist immer die Gefährdung bei der konkreten Tätigkeit. Zuerst wird bestimmt, gegen welche Belastung der Handschuh schützen soll. Anschließend können Schutzeigenschaften, Passform, Material, Handhabung und Pflege der infrage kommenden Produkte verglichen werden.

Wenn unterschiedliche Handschuhe für unterschiedliche Arbeitsaufgaben vorgesehen sind, ist eine eindeutige Zuordnung zum jeweiligen Einsatzbereich sinnvoll. Die konkrete betriebliche Organisation sollte sich an den eingesetzten Produkten und den Vorgaben des Arbeitsplatzes orientieren.